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Schöndorf
| Gemeindedaten |
| Einwohner: 793 |
| Fläche: 10 km² |
| Ortsbürgermeister/in |
| Sonja Ripplinger |
| Hauptstraße 34 54316 Schöndorf |
| 1. Beigeordnete |
| Melanie Burkardt |
Geschichte im Überblick
Schöndorf blickt auf mehr als tausend Jahre Geschichte zurück. Von der ersten Erwähnung im Jahr 981 bis heute hat sich das Dorf stetig gewandelt – Tradition und Gemeinschaft prägen es bis in die Gegenwart.
Schöndorf wurde erstmals im Jahr 981 in einer Urkunde des Trierer Erzbischofs Egbert erwähnt. Um 1330 tauchte der Ort in der Taxa generalis des Erzstifts Trier unter dem Namen Pulchra Villa – „schönes Dorf“ – auf. Schon früh war das Dorf kirchlich geprägt und eng mit dem Erzstift verbunden.
Im 19. Jahrhundert erhielt Schöndorf sein bis heute prägendes Gotteshaus: Die Pfarrkirche St. Andreas wurde 1830/31 als klassizistischer Saalbau errichtet und 1908 durch einen neuromanischen Glockenturm ergänzt. Kirche, Landwirtschaft und Handwerk bestimmten lange Zeit das Leben der Dorfbewohner.
Mit dem 20. Jahrhundert wandelte sich das Dorf. Die Gründung von Vereinen wie der Freiwilligen Feuerwehr (1928) und des FC Schöndorf (1929) stärkte das Gemeinschaftsleben. Auch die alte Nachbarschaftsgemeinschaft der „Poar“ lebt bis heute weiter und steht für Zusammenhalt über Generationen. Heute verbindet Schöndorf seine lange Tradition mit moderner Infrastruktur und einem aktiven Vereinsleben.
Historische Ereignisse
Die Geschichte Schöndorfs beginnt mit der ersten urkundlichen Erwähnung und zeigt historische Ergnisse der Gemeinde.
Schöndorf wird erstmalig im Grimo-Testament des Adalgisil Grimo mit der Erwähnung "fidinis" genannt.
In der Egbert-Urkunde schenkt Erzbischof Egbert dem Stift St. Paulin verschiedene Besitztümer, darunter "videum mit Kirche", welches Schöndorf entspricht
"Schöndorf mit der Kirche" wird erneut in der Egbert Urkunde erwähnt.
Schöndorf wird in der kirchlichen Steuerliste ("Taxa generalis") des Erzstiftes Trier als "Pulchra Villa" (milder, schöner, wohnlicher Ort/Landhaus) erwähnt.
Schöndorf wird erstmals in einem Visitationsprotokoll als eigenständige Pfarrei genannt, zu der die Filialen Bonerath, Hinzenburg und Holzerath gehörten.
Eine pestarige Krankheit fordert innerhalb von drei Wochen über zwanzig Todesopfer (Kinder nicht mitgerechnet). Die Bewohner geloben die Verehrung des Pestheiligen, des hl. Sebastian, und es wurde wahrscheinlich das "gebrannte Kreuz" an der Straße nach Lonzburg errichtet
Gründung der "Marianischen Bruderschaft aus München".
Pastor Kirsten gründet die "Bruderschaft zu Ehren des heiligen und wunderbaren Märtyrers Sebastian".
Pastor Oberkirch erstellt das Register der Kirche St. Andreas und erfasst das Vermögen.
Aufzeichnungen von Pastor Oberkirch beschreiben den "erbärmlichen Zustand" der Kirche und die vorgenommenen Reparaturen. Das Andreas-Kreuz wird seit diesem Jahr als Pfarrpatron verehrt. Die Pfarrei wächst auf 390 Seelen an.
Ollmuth wird als vierte Filiale der Pfarrei St. Andreas angegliedert, wodurch die Pfarrei auf 602 Seelen wächst.
Die Kirche wird wegen Baufälligkeit polizeilich geschlossen.Am 26. August 1838 findet die Grundsteinlegung für den Neubau der Pfarrkirche statt. Am 20. Dezember 1839 erfolgt die Einweihung und Einsegnung der neu erbauten, im klassizistischen Stil gehaltenen Kirche.
Eine große Feuersbrunst im August legt 24 Häuser samt Scheunen und Ställen in Schutt und Asche. Als Reaktion geloben die Bewohner die Errichtung eines Kapellchens an der Hauptstraße.
Der wuchtige, quadratische Turm der Kirche wird in klassizistischem Stil an der Stelle des abgerissenen, "sehr alten" Turms erbaut. Neubau des Pfarrhauses 1909.
Die Pfarrkirche wird durch Artilleriebeschuss beschädigt
Die Reparatur der im Jahr 1945 beschädigten Kirche wird abgeschlossen.
Eine Banneux-Wallfahrtskapelle befindet sich in Lonzburg.
Eine neue Orgel wird eingeweiht, nachdem die alte Orgel renoviert, aber als verbraucht angesehen wurde
Abschluss der Innenrenovierung der Pfarrkirche und Altarweihe.